Täter |
Ein Akteur, der durch sein Handeln anderen Menschen, Lebewesen oder Systemen Schaden zufügt. In einer vernetzten Gesellschaft ist Täterschaft nicht immer eindeutig einer einzelnen Person zuzuordnen, sondern kann sich auf viele Beteiligte, Entscheidungen und alltägliche Routinen verteilen. |
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Tattoo |
Ein Tattoo ist etwas ausgesprochen Dividuelles: SoloS trägt etwas auf seinem Körper, das aus Erinnerung, Zugehörigkeit, Weltbild, Erfahrung, Begehren oder Selbstbild hervorgegangen ist. Gleichzeitig wird dieses eigentlich Innere öffentlich sicht- und lesbar. Das Tattoo ist damit fast schon eine kleine materielle Verkörperung des Dividuum. |
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Täuschung |
Eine Täuschung ist im hier gemeinten Sinne eine trickreiche oder rechtswidrige Handlung, mit der Regeln umgangen oder andere Akteure zu ihrem Nachteil beeinflusst werden. In Homo Dividuum nutzt die Täuschung Lücken zwischen sichtbarer Ordnung und tatsächlicher Funktionsweise eines Systems. |
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Technologie |
Die evolutionäre Erweiterung menschlicher Handlungsmöglichkeiten durch Werkzeuge, Verfahren und organisiertes Wissen. In Homo Dividuum ist Technologie kein äußerer Zusatz zum Menschen, sondern ein Grundelement seiner Menschwerdung. |
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Technologiedystopie |
Eine Technologiedystopie beschreibt ein dystopisches Bild der Zukunft, in der technische Systeme Menschen kontrollieren, entmündigen oder verdrängen. In Homo Dividuum warnt sie vor realen Risiken, kann aber selbst zur geschlossenen Erzählung werden, wenn Technologie ausschließlich als äußere und feindliche Machtinstanz erscheint. |
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Technologieensemble |
Das Zusammenspiel vieler miteinander verbundener Technologien, die erst gemeinsam Wirkung entfalten. Computer, Internet, Cloud, Sensorik, Plattform und Künstliche Intelligenz bilden zum Beispiel kein einzelnes Werkzeug, sondern ein technisches Ökosystem. |
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Technologieinfrastruktur |
Die materielle und digitale Grundarchitektur, auf der vernetzte Gesellschaften funktionieren - von Energieversorgung und Rechenzentren bis zu Netzen, Plattformen und Standards. Sie bleibt meist unsichtbar, bis sie ausfällt oder durch sie Macht ausgeübt wird. |
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Technologiephilosophie |
Das Nachdenken darüber, wie Technik menschliches Wahrnehmen, Denken, Handeln und Zusammenleben verändert. Sie fragt nicht nur, was Technologie kann, sondern welches Menschsein und welche Gesellschaften durch sie entstehen. |
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Technologieutopie |
Eine Technologieutopie entwirft ein utpoisches Bild der Zukunft, in der technische Entwicklungen zentrale menschliche und gesellschaftliche Probleme lösen. In Homo Dividuum macht sie die schöpferische Kraft des Menschen sichtbar, unterschätzt jedoch häufig psychische Instabilität, Machtkonflikte und unbeabsichtigte Nebenwirkungen. |
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Technokratie |
Eine Ordnung, in der politische und gesellschaftliche Entscheidungen vor allem als technische Optimierungs-probleme behandelt werden. Was berechenbar und effizient erscheint, verdrängt dabei leicht Werturteile und demokratische Aushandlung. In einer Technokratio wird ein Staat ähnlich wie ein Unternehmen betrachtet, welches nach den Logiken des betriebswirtschaftlichen Management gesteuert wird. |
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Terraforming |
Terraforming bezeichnet die gezielte Umgestaltung eines Planeten oder Lebensraums, damit er menschliches Leben ermöglicht. In Homo Dividuum ist es die planetare Zuspitzung des Menschen als Weltenbauer, der nicht mehr nur Landschaften verändert, sondern ganze Ökosysteme nach seinen Bedürfnissen neu entwirft. |
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Tier |
Ein Tier ist im biologischen Sinne ein empfindungs- und handlungsfähiges Lebewesen mit einer eigenen, artspezifischen Wahrnehmungswelt. In Homo Dividuum steht das biologische Tier in einer evolutionären Kontinuität, aus der auch der Mensch hervorgegangen ist und von der zukünftig synthetische Formen empfindungs- und handlungsfähiger Entitäten unterschieden werden könnten. |
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Tier im Menschen |
Das Tier im Menschen bezeichnet jene körperlichen, emotionalen und instinktiven Anteile, die aus der biologischen Evolution stammen. In Homo Dividuum ist ihre Anerkennung Teil der Schatten-Integration und verhindert, dass der Mensch Aggression, Angst und Machtstreben unbewusst nach außen projiziert. |
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Touch Grass |
Touch Grass ist die Aufforderung, digitale, soziale und subjektive Überlagerungen der Wirklichkeit vorübergehend zurückzunehmen und die eigene Wahrnehmung durch unmittelbaren Kontakt mit der physischen Welt zu resetten. In Homo Dividuum bezeichnet es die metaphorische Rückkehr zur Ebene 0: den Versuch, über die sinnlich erfahrbare Ebene 1 wieder an die unverfügbare Grundwirklichkeit anzuschließen und dadurch klarer zu sehen. |
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Toxische Psyche |
Eine toxische Psyche bezeichnet in Homo Dividuum ein verfestigtes Gefüge aus Ängsten, Kränkungen, Abwertungen und destruktiven Verhaltensmustern, das dem Menschen selbst und seinem Umfeld schadet. Der Begriff beschreibt keine unveränderliche Eigenschaft einer Person, sondern psychische Rückkopplungen, die erkannt, unterbrochen und verändert werden können. |
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Tracking |
Tracking ist die fortlaufende Erfassung von Bewegungen, Handlungen oder Zuständen eines Menschen, Objekts oder Systems. In Homo Dividuum erzeugt es jene Datenspuren, aus denen Verhalten rekonstruiert, vorhergesagt und beeinflusst werden kann. |
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Transhumanismus |
Eine Denkrichtung, die den Menschen mithilfe von Wissenschaft und Technologie gezielt verbessern und seine biologischen Grenzen überwinden will. Im Denkraum des Homo Dividuum erscheint der Mensch dagegen weniger als zu überwindendes Mängelwesen, sondern als ein von Beginn an technologisches, erweiterbares und mit anderen verbundenes Wesen. |
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Transparenz |
Transparenz bezeichnet die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, Interessen, Datenverwendung und Verantwortlichkeiten. In Homo Dividuum ermöglicht sie Kontrolle von Macht, kann jedoch selbst zur Kontrolle werden, wenn ausschließlich SoloS durchsichtig wird, während HoloH verborgen bleibt. |
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Trauma |
In Homo Dividuum ist ein Trauma eine überwältigende Erfahrung, die psychisch nicht vollständig verarbeitet und in das bestehende Selbst- und Weltbild integriert werden konnte. Sie wirkt in Gefühlen, Körperreaktionen und Verhaltensmustern weiter und kann auch kollektiv über Generationen und Narrative fortbestehen. |
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Trend |
In Homo Dividuum ist ein Trend eine zeitweise zunehmende gesellschaftliche Aufmerksamkeit, Vorliebe oder Verhaltensrichtung. Er entsteht durch Nachahmung, Sichtbarkeit und soziale Rückkopplung und kann durch Plattformen und Algorithmen beschleunigt werden, ohne deshalb dauerhaft oder allgemein bedeutsam zu sein. |
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Trendsetter |
Ein Trendsetter ist ein Mensch oder Akteur, dessen Verhalten, Stil oder Ideen von anderen frühzeitig übernommen werden. In Homo Dividuum wird er zu einem besonders wirkmächtigen Knotenpunkt, von dem aus sich neue Meme durch Imitation und soziale Rückkopplung verbreiten. |
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Trigger |
Ein Trigger ist ein Reiz, ein Ereignis oder eine Information, die eine bestimmte psychische Reaktion aktiviert und damit eine bereits vorhandene innere Dynamik in Gang setzen kann. Im Denkraum von Homo Dividuum kann ein Trigger sowohl zufällig entstehen als auch gezielt gesetzt werden, um Wahrnehmung und Verhalten in eine bestimmte Richtung zu lenken. |
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Trigger Design |
Trigger Design bezeichnet die bewusste Gestaltung von Reizen, Situationen oder Informationsumgebungen mit dem Ziel, vorhersehbare psychologische Reaktionen wahrscheinlicher zu machen. Im Denkraum von Homo Dividuum wird Trigger Design problematisch, wenn digitale Systeme individuelle Triggerpunkte erkennen und nutzen, ohne dass der betroffene Mensch diese Einflussnahme wahrnimmt. |
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Triggerpunkt |
Ein Triggerpunkt ist eine psychologisch empfindliche Stelle, an der bestimmte Reize besonders starke emotionale oder gedankliche Reaktionen auslösen können. Im Denkraum von Homo Dividuum bildet er eine mögliche Schnittstelle zwischen äußerer Einflussnahme und innerer Verwundbarkeit und kann dadurch zum Ausgangspunkt eines Loss of Agency werden. |
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Trustcenter |
Ein Trustcenter ist eine institutionelle oder technische Vertrauensstelle, die Identitäten, Berechtigungen und die Echtheit digitaler Kommunikation bestätigt. In Homo Dividuum überträgt es zwischenmenschliches Vertrauen auf standardisierte Verfahren und wird dadurch zu einem zentralen Knotenpunkt digitaler Verlässlichkeit. |