Denkfiguren des Dividuums

Das Dividuum ist kein einzelner Typ Mensch. Es ist ein Denkraum, in dem verschiedene Formen, Zustände und Perspektiven des Menschseins sichtbar werden. Diese Aspekte des Dividuum können als Stationen einer neuen Menschheitserzählung gelesen werden.

Die Denkfiguren SoloS, MoDoN, HoloH, MoDuS und HoMoH stehen nicht einfach nebeneinander. Sie beschreiben unterschiedliche Ebenen und Zustände des Dividuums: SoloS und MoDoN zeigen zwei Formen individueller Wirksamkeit. HoloH bezeichnet die gesellschaftlich-technologische Ordnung, in der diese entstehen. MoDuS beschreibt die kollektiven Muster, die aus dem Verhalten vieler Dividuen hervorgehen. HoMoH öffnet schließlich den Blick auf die Menschheit als zusammenhängende Gesamtfigur.

Kein Mensch ist dauerhaft SoloS oder MoDoN. Wir gestalten unsere Wirklichkeit und leiten zugleich fremde Impulse weiter. Wir bringen gesellschaftliche Ordnungen hervor und werden von ihnen geprägt. Aus unseren einzelnen Handlungen entstehen kollektive Muster, die auf uns zurückwirken. Das Dividuum ist deshalb kein festes Selbst, sondern ein Mensch in fortlaufender Bewegung zwischen Eigenwirkung und Fremdwirkung, Teil und Ganzem, Freiheit und Verbundenheit.