Das Spiel zwischen Selbst und Welt

Das Spielfeld von SoloS.

HoloH bildet die gesellschaftlich-technologische Umwelt des Dividuums und bezeichnet die Ordnung, in der das einzelne Selbst lebt. HoloH ist der Raum, in dem das Dividuum eingebettet ist. Dazu gehören Institutionen, Plattformen, Technologien, Regeln, Datenströme, Infrastrukturen und kulturelle Erwartungen. HoloH ist nicht einfach "die Gesellschaft", sondern die organisierte Umwelt, die Möglichkeiten eröffnet, Verhalten prägt und Wirklichkeit strukturiert.

HoloS hingegen ist keine weitere Figur neben SoloS oder HoloH, sondern das Feld, in dem persönliche Wirklichkeiten übertragen, übersetzt, manipuliert und kollektiv verstärkt werden. Dadurch wird HoloS sogar zum grafischen Netz aus Verbindungen zwischen den übrigen Kreisen.

Wenn viele Menschen ähnliche Impulse weiterleiten, ähnliche Affekte spiegeln oder ähnliche Reaktionsmuster ausführen, entsteht ein Modus kollektiven Verhaltens. Aus einzelnen Durchleitungen wird ein gesellschaftlicher Zustand. Mit MoDuS wird die Musterbildung vieler Dividuen im gemeinsamen Resonanz-raum beschrieben. Damit bezeichnet es die kollektive Formation vieler MoDoN und zeigt die kollektiven Dynamiken, die niemand allein beabsichtigt haben muss.

Im Spielfeld des Dividuums gibt es deshalb keine Position außerhalb des Spiels. Jeder Mensch bewegt sich durch Ordnungen, Netzwerke und Resonanzräume, verändert sie durch sein Handeln und wird zugleich von ihren Rückwirkungen verändert. Was als persönliche Entscheidung beginnt, kann sich über HoloS verbreiten, in MoDuS verdichten und schließlich zu einem neuen gesellschaftlichen Muster werden. Das Spielfeld ist damit keine starre Bühne, sondern eine Wirklichkeit, die von ihren Spielfiguren fortlaufend mit hervorgebracht wird.